Zu einer Hochzeit eingeladen zu werden, ist eine Ehre – aber oft auch der Beginn der Frage: Was ziehe ich an?
Der Dresscode einer Hochzeit kann sich wie eine Wissenschaft anfühlen, besonders wenn man nicht an ältere Etikette-Regeln gewöhnt ist. Gleichzeitig ist der Dresscode eine schöne Art, dem Brautpaar und ihren Wünschen Respekt zu zeigen.

Heutzutage sind Hochzeiten oft lockerer als früher. Das Wichtigste ist, dass Sie sich wohlfühlen – aber gleichzeitig die auf der Einladung angegebenen Richtlinien befolgen. Hier führen wir Sie durch die gängigsten Dresscodes und geben Tipps, was sie für Brautpaare und Gäste bedeuten.

Vormittagshochzeit – vor 15.00 Uhr

Traditionell gilt bei Vormittagshochzeiten eine etwas leichtere Kleidung.

Bräutigam: Der Cut ist am klassischsten, mit grau gestreiften Hosen, Weste und Krawatte. Eine Alternative ist ein dunkelblauer oder dunkelgrauer Anzug.
Braut: Trägt oft ein elegantes Kleid, entweder lang oder kurz. Zu einem kürzeren Kleid passt gut ein Hut.
Gäste: Damen wählen kürzere Kleider oder Kostüme, gerne mit Hut. Herren tragen dunklen Anzug oder Cut, falls angegeben.

Nachmittagshochzeit – nach 15.00 Uhr

Wenn es nach drei Uhr ist, wird es formeller.

Bräutigam: Traditionell Frack, Uniform oder festliche Version einer Tracht.
Braut: Ein langes weißes Kleid ist klassisch, gerne ergänzt durch Handschuhe je nach Ärmellänge.
Gäste: Damen wählen ein langes Abendkleid oder eine elegante Tracht. Herren tragen Frack oder Ähnliches.

Dresscodes auf der Einladung

Frack / Festliche Kleidung

Die förmlichste Kleidung.

Herr: Frack mit weißer Fliege und weißer Weste.
Dame: Langes Abendkleid (Ausschnitt ist in Ordnung) und mit festlichen Accessoires. Lange Handschuhe passen zu schulterfreien Kleidern.
Alternative: Festliche Uniform oder Tracht funktionieren auch.

Passender Schmuck: Elegante Diamantketten, klassische Perlenohrringe, lange Ohrringe und raffinierte Armbänder.

Smoking

Weniger formell als Frack, aber immer noch feierlich.
Herr: Smoking, dunkelblau oder schwarz. Im Sommer funktioniert auch ein weißes Sakko mit schwarzer Hose.
Dame: Abendkleid, kurz oder lang – aber nicht so festlich wie beim Frack.

Passender Schmuck: Diskreter, aber eleganter Schmuck wie Ohrringe mit Steinen, dünne Armbänder oder eine stilvolle Halskette.

Dunkler Anzug

Ein heute üblicher und geschätzter Dresscode.
Herr: Dunkelblauer, dunkelgrauer oder schwarzer Anzug mit weißem Hemd und Krawatte oder Fliege.
Dame: Elegantes kürzeres Kleid, wadenlang oder manchmal langes Kleid, je nach Tageszeit.

Passender Schmuck: Kleinere Statement-Schmuckstücke, z.B. kurze Halsketten, diskrete Ohrringe und Armbänder, die das Kleid ergänzen, ohne zu dominieren.

Sakko

Der am wenigsten formelle Dresscode.
Herr: Traditionell dunkler Anzug, aber heute werden auch hellere Anzüge im Sommer oder Sakko mit Hose akzeptiert.
Dame: Kürzeres Kleid, Kostüm oder elegante lange Hose. Auch ein längeres Kleid kann funktionieren, wenn das Brautpaar eine festlichere Atmosphäre wünscht.

Passender Schmuck: Verspielter und persönlicher Schmuck, kleinere Statement-Ohrringe, farbenfrohe Details oder eine charmante Halskette, die etwas mehr hervorsticht.



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